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Vegetation von Antalya

Im Taurusgebirge herrscht eine immense Fülle an unterschiedlichsten Pflanzenarten, vom kleinsten Gräslein bis zu allen möglichen Bäumen. Die Arten variieren allerdings je nach Höhe. Dies ist aber nicht allein von der Höhenstufe abhängig, sondern auch davon, ob es sich um die dem Meer zu- oder abgewandte Seite handelt. So gedeihen in den meernahen, tieferen Lagen Olivenbaum, Kiefer, Johannesbrotbaum und Lorbeerbaum. Mit zunehmender Höhe tritt vermehrt der Wachholder auf, der Baum, der den Nomaden als heilig gilt.

Während man der im Mittelmeerraum beheimateten Kiefer - der türkischen, bzw. kalabrischen Kiefer - mit ihrer sehr dünnen, fast schon membranartigen Borke, nur in der Küstenregion begegnet, trifft man die Schwarzkiefer erst ab einer Höhe von etwa 1.000 m an. Sie besitzt eine dicke, widerstandsfähigere Rinde zum Schutz vor Kälte und Schnee.

Die, in vielen Legenden des Mittelmeers erwähnte Zeder, herrscht erst über einer Höhe von 1.000 m vor und reicht bis zur Baumgrenze des Taurus auf 1.600 m. Die Zeder ist im Reich der Bäume das, was der Adler unter den Vögeln ist. Kein Vogel fliegt höher, als der Adler - und kein Baum wächst in noch höheren Lagen, als die Zeder.

Bäume sind wie menschliche Gesellschaften. Sie mögen es nicht, wenn Fremde in ihr Reich eindringen. Jeder Baum benötigt eine, für seine Art geeignete Umgebung. Die Bäume in tieferen Lagen sind verhältnismäßig unempfindlich, wenn es darum geht, sich den Lebensraum mit anderen Arten zu teilen. Die Zeder jedoch, die Königin der Bäume, duldet keinen Baum einer anderen Art in ihrer Nähe.

Aus Quellen weiß man, dass die weltweit nur noch in der Bucht von Antalya vorkommende sogenannte wilde Zypresse, nur deshalb überlebt hat, weil sie sich im Gebiet des Köprüçay Flusses und in den tiefen Schluchten unterhalb der berühmten antiken Stadt Selge, die wie ein Adlernest auf einer sehr steilen, unzugänglichen Stelle des Taurusgebirges thront, festgeklammert hat.

Die Eiche ist der Baum des mythologischen Göttervaters Zeus.

Sie symbolisiert Kraft und Würde. Wo sie wächst, ist sie Mittelpunkt für das Wildleben. Sie gedeiht vor allem im Umland der Kasaba Çukuru (Schlucht) im Norden des Landkreises Kaş. Fährt man auf der Landstraße von Demre nach Kaş, geht nach 30 km ein Weg rechts ab, der nördlich einen weiten Bogen macht, an dem viele Dörfer liegen. Nach etwa 10 km mündet der Weg wieder in die Landstraße ein. Zwischen Weg und Landstraße liegt ein ausgedehnter dichter Eichenwald. Der Besuch des Waldes und der Bauernhäuser ist sehr lohnend.

Auch in und rund um das Dorf Kızıllı, östlich von Döşemealtı, gibt es einen großen Eichenbestand. Man erzählt sich, dass das Dorf Kızıllı wegen der vielen Eichenbäume den Namen trug „Ort ohne Sonne“.

Den größten Bestand an Eichen in der Bucht und der dahinter liegenden herrlichen Landschaft trifft man am Kovada-See an. Der Baum nährt mit seinen Früchten Eichhörnchen, Vögel und Insekten und schafft eine einzigartige Atmosphäre.