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Olympos

Noch Anfang der 90er Jahre war Cirali nicht recht viel mehr als ein Orangenhain und wilder Zeltplatz für Weltenbummler mit Rucksack. 80 Kilometer süd-westlich von Antalya und 30 km südlich von Kemer gelegen und nur durch eine sieben Kilometer lange, holprige Staubpiste in Serpentinen mit dem Rest der Welt verbunden, bot es dem Naturfreek und Rucksacktouristen

Rastplatz und Erholung von der anstrengenden Reise durch Anatolien. Hier traf man sich und tauschte Reiseerlebnisse und Erfahrungen aus, hier wurde man auf manchen „Geheimtipp” aufmerksam gemacht

Mittlerweile ist die Staubpiste zu einer holprigen Asphaltstrasse mutiert, es gibt mehrere kleine Lebensmittelgeschäfte am Dorfeingang, gegen den kleinen und großen Hunger hat man am Strand einige Restaurants zur Auswahl. 
Bei den Unterkünften hat man die Wahl von einfachen Pensionen bis hin zu luxuriös eingerichteten kleinen Hotels.

Seinem Ruf als Oase der Ruhe inmitten des modernen, schrillen und lauten Tourismus an der großzügig ausgebauten türkischen Riviera hat diese Entwicklung nicht geschadet.

Jeder Türkeireisende, der das Land kreuz und quer bereist hat, wird einem bestätigen, daß es außer der Bucht von Cirali und der Nachbarbucht von Adrasan nicht viele Orte am Mittelmeer gibt, die so schön gelegen sind und sich doch noch dem Zugriff des Massentourismus entziehen konnten. Zu verdanken hat man das einem Projekt des WWF zum Schutz der hier nistenden Caretta Caretta Meeresschildkröte   .....mehr .


In den 90ern entdeckten Umweltschützer vom WWF Cirali und  seine vom Aussterben bedrohten Caretta Caretta. Es wurden Aktivisten türkischer Naturschützer ins Dorf geschickt, um ein Projekt für sanften, nachhaltigen Tourismus in Zusammenarbeit mit den Einwohnern zu entwickeln.
Dieses am Anfang von den einheimischen „Dörflern“  nicht besonders akzeptierte und belächelte Vorhaben lief von 1997 bis 2000 und wurde in Japan Preisträger bei der UN-Organisation HABITAT als Modell für künftige Entwicklung an der türkischen Mittelmeerküste.

Mittlerweile ist man sehr stolz darauf, solch einen Preis erhalten zu haben, man achtet auf seine Caretta Caretta ganz ohne Bezahlung selbst. Im Mai 2004 wurde das Büro des Naturschutzvereins von Cirali direkt am Strand aufgebaut. Hier laufen alle Fäden bei Bayram Kütle, dem Chef der Schildkrötenbeobachter, zusammen. Bayram ist auch der Sprecher der Bauernkooparative, die sich bei dem hier üblichen Glashausanbau der biologischen Landwirtschaft verschrieben hat. Nur natürlicher Dünger und natürliche Pflanzenschutzmittel kommen dabei zur Anwendung. Cirali hat sogar ein vom türkischen Staat verliehenes Qualitätssiegel für BIO-Produkte