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 Was trinken die Türken?

 Der Raki

Rakı ist das alkoholische Nationalgetraenk der Türken. Rakı ist ein Anisschnaps mit hohem Alkoholprozent und soll deswegen langsam und mit Wasser gemischt getrunken werden. Er ist farblos und durchsichtig, gemischt mit Wasser wird er weiss wie Milch und wird daher Aslan sütü (Löwenmilch) genannt. Erfahrene Trinker fülen ihre Glaeser zu einem Drittel mit Rakı, Wasser und als letztes Eiswürfeln

Eiswürfel niemals direkt in den Rakı geben, da sonst das Getraenk kristallisiert wird und den Geschmack verliert. Manche ziehen es vor, Rakı pur (ohne Wasser) zu trinken. In diesem Fall soll der Rakı unbedingt kaltgestellt sein. Ein Schluck Rakı, ein Schluck Wasser... So wirkt das Getraenk leichter. Deniz Gürsoy behauptet in seinem Buch, dass man nach einem Schluck Rakı 3,5 Schluck Wasser trinken soll.

Meze genannte, verschiedene Vorspeisen, die auf kleinen Tellern serviert werden, begleiten dieses Getraenk. Folgende Regeln sollen beim Rakı Trinken beachtet werden:

Man wartet bis alle Glaeser gefült sind und den ersten Schluck trinken alle zusammen. Die Glaeser werden aufgehoben und Ihr Glas darf nicht höher sein als der anderen. Es ist nicht empfehlenswert, dass Sie Rakı mit anderen Getraenken mischen. Eines darf auch nicht vergessen werden, Rakı wird nie wie Vodka oder Tekila in einem Schluck getrunken.

Meyhane ist eine traditionelle Kneipe, wo am meisten Rakı getrunken wird. Einige Hinweise für Meyhanes:

Ein türkisches Sprichwort sagt: Um die Mitmenschen gut kennenlernen zu können, soll man mit ihnen zusammen entweder auf eine Reise gehen oder trinken. Da Rakı schwer zu vertragen ist und Sie vorher nicht wissen können, wie die Leute reagieren, wenn sie betrunken sind, ist es wichtig, mit den richtigen Leuten zusammen zu sein.

In der Meyhane wird zuerst Rakı bestellt und danach werden kleine Meze- Teller auf einem grossen Tablett serviert. Sie waehlen nur diejenigen aus, die Sie essen möchten. In einigen Minuten wird Ihr Tisch voll. Butter und kızarmış ekmek (getoastetes Brot) sind immer dabei, da vor dem Rakıtrinken mit Butter bestrichene Brotstücke zu essen dem Magen gut tut und den Alkohol besser toleriert. Zuerst werden kalte und dann warme Mezes gegessen. Wenn Sie die warmen Mezearten nicht kennen, schauen Sie sich ruhig um, sie werden auf Nachbartischen leckere Muster sehen. Dann folgt ein warmes Hauptgericht, falls Sie noch Platz haben!!

Es kann auch der Fall sein, dass die Mezes schon vorher auf den Tischen stehen. Bevor Sie mit dem Essen anfangen, schicken Sie diejenigen, die Sie nicht mögen zurück. Sonst müssen Sie alles bezahlen. Meistens wird man von den verschiedenen Mezearten satt. Wir empfehlen Ihnen daher, das Hauptgericht erst dann zu bestellen, wenn Sie noch nicht satt sind. Wenn Sie vorhaben, nachher ein Fisch zu essen, bestellen Sie nur einige Mezes, um den Fisch geniessen zu können.

In manchen Kneipen spielen kleine Zigeunergruppen türkische Musik und um Trinkgeld zu bekommen, besuchen Sie alle Tische. Falls Sie es nicht mögen, sagen Sie es vorzeitig dem Inhaber der Kneipe. Das Trinkgeld für die ganze Gruppe wird einem der Musiker in die Tasche gesteckt.

 Ayran

Ayran ist, genau wie der Mokka und der Schwarztee, ebenfalls ein Getränk, welches man in der Türkei wirklich nicht suchen muss – stets bekommt man ihn angeboten und stets sollte man ihn auch annehmen, denn es lohnt sich wirklich.Gerade an warmen Sommertagen kühlt dieses Joghurtgetränk den Gaumen sehr angenehm und gesund ist es dazu! Denn durch die leicht verdaulichen Eiweiße und die Vielzahl an Mineralien sorgt Ayran, genau wie der indische Lassi, der dort aus dem selben Grund ebenfalls zum Essen getrunken wird, für eine gute Verdauung und kann sogar Magenkrämpfe, wie auch Blähungen lösen. Ayran gibt es in vielen verschiedenen aromatisierten Varianten.


Gür die Basis benötigt man lediglich Joghurt, Wasser und Salz, was alles miteinander zu einem homogenen Getränk verrührt wird. Am besten nimmt man jedoch einen türkischen Sahnejoghurt und greift nur im Notfall auf den unsrigen zurück.
Entweder kann man den Ayran nun so schon trinken, oder man würzt ihn mit frischen Kräutern wie etwa Dill, Minze oder Basilikum. Auch etwas Zitronensaft ist sehr beliebt als erfrischendes Element des Fitmachers.
Denn auch im Wellness- und Sportbereich ist man nun darauf bekommen, dass Ayran wohl doch mehr kann, als ein türkisches Nationalgetränk zu sein. In vielen Wellnesshotels, die oftmals übrigens auch türkische Bäder enthalten, wird in das Badewasser ein wenig Ayran gegeben, da er gut für die Haut sein soll. Abgesehen davon sorgt er für eine Verbesserung der Darmflora.
Auch greifen viele Sportler mittlerweile auf das Joghurtgetränk zurück, da es den Körper besonders schnell kühlt und ihm den durch den Schweiß verschobenen Salz- und Flüssigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht bringt.

 Der Schalgam

Ein Sirup aus Rote Beete, der sehr gerne zusammen mit Raki getrunken wird. Salgam wird nachgesagt, dass er die Auswirkungen von zu hohem Alkoholgenuss lindert.Häufig finden Sie an den großen Tischen in den türkischen Restaurants kleine Nebentische, die zum Abstellen der Getränkeflaschen dienen.Empfehlenswert ist der Besuch eines richtigen türkischen Restaurants in jedem Fall. Lassen Sie sich einladen und von einem guten Freund begleiten und beraten, die Vielfalt der Speisen und Getränke wird Sie begeistern.

Türkisches Bier

Jeder Türkei-Urlauber sollte mindestens ein Mal ein EFES getrunken haben, die meistgetrunkene türkische Biersorte: ein leichtes, süffiges Pils oder seit einem Jahr schwer in Mode und sehr lecker: EFES DARK, ein Schwarzbier. Dann gibt es noch Marmara und Tekel Bier, diese sind allerdings nicht sehr weit verbreitet. An internationalen Bieren gibt es wie überall Carlsberg und Tuborg, seit neuestem auch Bitburger.

 Salep

Sahlep (auch Sahleb oder Sahlab) ist ein in arabischen Ländern und der türkischen Küche übliches süßes, heiß getrunkenes und vor allem im Winter serviertes Milchgetränk.

Neben Milch und Zucker stellt Sahleppulver den Hauptbestandteil des Getränkes dar. Dieses wird in der türkischen Schwarzmeerregion aus in Wäldern wild wachsenden Orchideenwurzeln des Salepkrautes (Knabenkraut) hergestellt. Verfeinert werden kann es mit Zucker, gemahlenem Zimt, Kokosraspeln, zerkleinerten Erdnüssen, Haselnüssen und/oder Pistazien. Da die Salep-Stärke innerhalb Europas nur in arabischen Läden, meist mit Zucker und anderen Zutaten versehen, erhältlich ist, verwendet man auch oft Mais- bzw. Weizenstärke zur Zubereitung.

Aufgrund der großen Beliebtheit dieses Getränkes ist diese Orchideenart allerdings eine inzwischen bedrohte Pflanzenart.

(Quelle:Wikipedia)

 Boza

Ein aus vergorenen Weizenkörnern hergestelltes Getränk, schmeckt zwar etwas stark, ist aber sehr köstlich. Zimtverstreut oder mit Kischererbsen daneben kann Boza zu Ihren Lieblingsgetränk werden. Boza wird sogar auf traditionellen Art verkauft. Das heisst, der Strassenverkäufer geht die Strassen entlang, indem er laut den Namen des Getränks ausschreit. Wenn man Lust hat auf ein Boza, ist dieser so leicht zu besorgen.

 Türkischer Schwarztee

Der schwarze Tee ist neben Raki, einem Anisschnaps, wohl das türkische Nationalgetränk, welches überall und zu jeder Zeit gerne getrunken wird.Besonders hervorzuheben ist hier der Cay, für dessen Zubereitung zwei übereinander passende Tassen benötigt werden. Diese findet man in nahezu jedem gut sortierten türkischen Lebensmittelladen. Der am Schwarzen Meer angebaute Tee wird sowohl zum Frühstück, wie im Büro, bei Besprechungen, öffentlichen Anlässen, wie auch in Läden serviert. Er ist im Alltag der Türkei nicht wegzudenken. Die untere Kanne wird dann mit Wasser gefüllt, welches dann erhitzt wird.
In die obere Kanne kommen dann die Teeblätter. Dazu gibt man ein wenig kaltes Wasser und schwenkt es ein wenig in der Kanne. Dies macht man, um den Teestaub zu lösen und die Blätter anzufeuchten. Das Wasser wird dann durch einen Sieb abgegossen und die obere Kanne auf die untere gesetzt. Sobald das Wasser der unteren Kanne zu sieden beginnt, füllt man die obere Kanne damit und füllt in die untere erneut Wasser. Nun wird die Temperatur heruntergeschalten, um die obere Kanne gerade heiß zu halten.
Der Tee muss nun für bis zu 15 Minuten ziehen, dann ist er fertig. Je nachdem, wie stark man seinen Tee mag, füllt man diesen Extrakt nun in Teegläser und verdünnt diese mit dem Wasser aus der unteren Kanne. Nun muss der Tee nur noch nach Belieben gesüßt werden und schon ist er servierbereit.
Man sieht, die Zubereitung des Tees ist viel mehr, als das simple Aufgießen eines Teebeutels, doch gerade der zeremonielle Aspekt dieser Zubereitung macht den Tee zu so etwas Besonderem.
Schwarzer Tee ist übrigens sehr gesund, und das nicht nur, weil er die Zähne sauber hält, sondern auch weil er, je nachdem wie lange man den Tee ziehen lässt, eine beruhigende und anregende Wirkung hat und vor allem aber das Immunsystem stärkt.