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Tipps und Tricks

An dieser Stelle möchte ich einige, vielleicht nützliche Tipps und Hinweise für den Türkei-Urlaub geben. Wohlgemerkt möchte ich niemanden maßregeln oder Vorschriften machen aber kurz mal lesen kann nicht schaden. Einige Tipps kann ich aus eigener Erfahrung und nach meinem Empfinden beisteuern, andere Hinweise entsprechen schlicht und einfach den geltenden Gesetzen, Bestimmungen oder örtlichen Gegebenheiten.

 
 
Vorwort
Die Türkei ist ein vorwiegend muslimisches Land, welches dank der Medien, Presse und vom Hörensagen mit vielen Vorurteilen behaftet ist. Diesen Vorurteilen zum Trotz ist die Türkei wesentlich westlicher orientiert als man zunächst annehmen mag. Auf jeden Fall sind die Türken keine, durch die Bank 3er-BMW fahrenden Bombenleger und nicht jeder Moslem ist ein Terrorist, wie man an deutschen Stammtischen oft genug hören kann. Ich persönlich habe die Türken als ein äußerst gastfreundliches und höfliches Volk kennengelernt und denke, dass so mancher Deutsche es, durch besagte Vorurteile geprägt, nicht besser weiss oder auch nicht wissen will. Sicherlich wird so manche Meinung auch durch die Vorkommnisse der letzten Zeit geprägt (Alkoholpanscherei, Massaker bei einer Hochzeitsfeier, Ehrenmorde, Zwangsheirat usw.) aber trotz dieser durchweg bedauerlichen und grausamen Begebenheiten sollte man nicht direkt ein ganzes Volk verurteilen, insbesondere wenn man die Kultur des Landes überhaupt nicht kennt. An dieser Stelle möchte ich jedoch explicit betonen, dass auch eine fremde Kultur in meinen Augen keineswegs das Recht hat, Menschen zu töten, nur weil es den Traditionen entspricht. Es ist aber nicht unsere Aufgabe, darüber zu urteilen und erst recht nicht richtig, ein ganzes Volk wegen der Taten einiger, weniger Extremisten zu diskriminieren. Wer dennoch Zweifel hat, ob er sich in der Türkei wohlfühlt, sollte sich vielleicht durch einen Besuch eines Besseren belehren lassen oder aber -auch wenn es hart klingt- sich ein anderes Urlaubsland suchen.
 
Im Übrigen bin ich persönlich der Ansicht, dass man sich als Gast/Tourist keinen Zacken aus der Krone bricht, wenn man sich den kulturellen Gegebenheiten in der Türkei zumindestens ansatzweise anpasst. Kleiner Denkanstoss: Ist es nicht so, dass wir in unserem Lande von unseren ausländischen Mitbürgern auch erwarten, dass sie sich unseren Sitten und Gebräuchen anpassen? Die momentanen Diskussionen in den Medien zeigen es ja. Auch wenn man nur für eine kurze Zeit im Land ist, sollte man ein paar Regeln beachten, dazu aber später mehr.
 
 
Reisezeit
 
Die beste Reisezeit ist m. E. von April bis Juni und September bis Anfang November. Die Hochsommermonate Juli und August sind zumindestens für hitzeempfindliche Menschen weniger empfehlenswert, da dann zumindestens an den Mittelmeerküsten Temperaturen um die 40°C bei grosser Schwüle herrschen können, nicht Jedermanns Sache. In den Wintermonaten November bis März ist das Klima mit ca. 15°C immer noch sehr angenehm, allerding ist öfter mal mit Regen und in ganz seltenen Fällen mit ein paar Schneeflocken zu rechnen.
 
 

Anreise

 

Die meisten Urlauber landen am Flughafen Antalya (AYT). Die Abfertigung und Kofferausgabe geht meist recht schnell, da man auf grosse Menschenmassen bestens vorbereitet ist. Vor der Passkontrolle bleibt aber meist genug Zeit für einen kleinen Einkauf in den Dutyfreeshops. Übrigens: Bei der Passkontrolle bekommt jeder einen kleinen Zettel, so eine Art temporäre Aufenthaltserlaubnis. Diesen Zettel unbedingt aufbewahren, er muss bei der Ausreise wieder vorgelegt werden!

Draussen vor dem Terminal stehen die Reiseleiter/Angestellten der einzelnen Reiseveranstalter in Reih´ und Glied. Dort meldet man sich kurz mit seinen Reiseunterlagen an und wird von dort ein paar Meter weiter zu den nummerierten Transferbussen geleitet. Dann dauert es noch kurz, bis sich alle Fahrgäste eingefunden haben und schon geht´s los. Die Transferbusse sind alle klimatisiert und bieten auch gekühlte Getränke zu kleinen Preisen an. Der Transfer zu den Hotels, z.B. Richtung Side und Alanya kann schon mal bis zu 2 Stunden dauern, je nachdem, wie viele Hotels angefahren werden müssen. Meistens wird aber an einer Raststätte eine kleine Pinkelpause eingelegt und man kann auch kleine Erfrischungen kaufen. Aber Vorsicht, die Preise sind gesalzen!

 

Die Fahrt zur Unterkunft mag einem nach dem langen Flug ziemlich lang erscheinen aber so bekommt man schon mal den ersten Eindruck von Land und Leuten. Ich persönlich geniesse diese Fahrt jedes Mal.

 

 

Aus aktuellem Anlass: Immer wieder kursieren Gerüchte, dass der Provinzflughafen Gazipaşa bei Alanya in naher Zukunft für den Flugverkehr freigegeben wird. Dies stimmt nicht so ganz. Auf Grund der örtlichen Gegebenheiten wird es wohl nie dazu kommen, dass dort grössere Charter- oder Linienmaschinen starten und landen können. Zur Zeit finden dort zwar Starts und Landungen statt, jedoch hat man schon jetzt Zweifel, dass der Flughafen bei jedem Wetter angeflogen werden kann. Zur Zeit (Stand Juni 2011) wird der Flughafen nur für einige Inlandsflüge mit kleineren Maschinen, sowie einige Maschinen von / nach den Niederlanden genutzt und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben.

 

 

 

Zollbestimmungen für die Einreise in die Türkei: 

Für Touristen gelten folgende Regeln: Die Einfuhr von Devisen ist unbegrenzt gestattet. Devisenausfuhr ist bis zu einem Gesamtbetrag von 5.000 US Dollar oder Gegenwert in TL gestattet.Reisende dürfen persönlichen Schmuck bis zu einem Gesamtwert von 15.000 US Dollar ein- und ausführen. Bei einem höheren Wert muss dieser bei der Einreise deklariert werden. Beim Kauf in der Türkei sind Nachweise erforderlich.Im Übrigen dürfen folgende Waren bei Einreise in die Türkei pro Person mitgeführt werden (gilt nicht für Transitreisende):

Persönliche Habe

Gegenstände des persönlichen Gebrauchs inkl. medizinischer Artikel (Geräte) und Medikamente sowie Geschenkartikel bis zu einem Gesamtwert von 300 Euro (Kinder unter 15 Jahren bis 145 Euro).

Reisemitbringsel

  • 400 Stück Zigaretten oder
  • 150 Stück Zigarillos (max. 3 g/Stück) oder
  • 10 Stück Zigarren oder
  • 200 g Zigarettentabak (inkl. 200 Stück Zigarettenpapier) oder 200 g Pfeifentabak oder 200 g Kautabak oder 200 g Tabak für Wasserpfeifen oder 50 g Schnupftabak
  • 1 Flasche Alkohol (à 100 cl) oder 2 Flaschen à 70 bzw. 75 cl
  • bis zu 5 Flaschen Kölnisch Wasser (à 120 ml), Lavendelwasser, Parfüm oder Essenz (höchstens 600 ml Gesamtmenge)
  • 1,5 kg Kaffee, 1,5 kg löslicher Kaffee, 500 g Tee, 1 kg Schokolade, 1 kg Süßigkeiten

Reisende unter 18 Jahren dürfen die unter Punkt 1-5 aufgeführten Gegenstände nicht einführen.Sollten Sie weitergehende Zollinformationen zur Einfuhr von Waren benötigen, so müssten Sie diese bitte direkt bei der Botschaft Ihres Ziellandes erfragen. Nur dort können Sie eine rechtsverbindliche Auskunft erhalten. Die Zollbestimmungen für Deutschland können Sie auf der Website des deutschen Zolls www.zoll.de einsehen oder telefonisch erfragen.

Update 7.9.2010: Unbestätigten Pressemeldungen zufolge sind die Einfuhrgrenzen vom türkischen Zoll wie folgt erhöht worden:

Zigaretten:
3 Stangen

Alkohol:
2 Liter Getränke mit mehr als 22 %

Parfüm:
1 Liter

Schokolade:
2 kg
(Ohne Gewähr!)

Wichtig: Im Flieger oder im Duty-Free-Shop werden obige Angaben gerne mal ausser Kraft gesetzt. Lasst Euch also nicht erzählen, Ihr dürftet mehr als 2 Stangen Zigaretten mitnehmen. Das soll nur für Umsatz im Flieger oder im Shop sorgen, wird aber bei einer Zollkontrolle teuer! Obige Angaben sind offiziell und stammen vom auswärtigen Amt und nicht aus irgendwelchen Foren oder privaten Webseiten, wo gerne mal die Tatsachen verdreht werden. Aktuelle Bestimmungen auf zoll.de

Benehmen in der Öffentlichkeit
 
Man bedenke zuallererst, dass man GAST in einem fremden Land und einer fremden Kultur ist und sich auch so benehmen sollte. Dazu gehört, dass man sich in der Öffentlichkeit nicht benimmt wie auf der heimischen Dorfkirmes. Es ist unbestritten, dass man sich im Urlaub wohlfühlen will, mit allem, was dazugehört, auch Alkohol. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie viel er davon für angemessen hält. Aber z.B. volltrunken und pöbelnd von der Disco oder der Bar in Richtung Hotel zu torkeln, ist wirklich nicht angebracht, ohne jetzt jemandem den vermeintlichen Spass daran vermiesen zu wollen. Sowas mag ja z.B. auf Mallorca gang und gäbe sein aber in der Türkei bestimmt nicht. Man sieht es eigentlich auch so gut wie nie. Aber wie gesagt, jeder muss selbst wissen, ob er sich blamieren will.
 
Ebenso verpönt ist das `Anbaggern´ der türkischen Weiblichkeit, wie z. B. Kellnerinnen oder der Angestellten im Hotel. Sowas kann schnell mal mit einem blauen Auge enden.

Tunlichst vermeiden sollte man respektloses oder beleidigendes Verhalten gegenüber nationalen Symbolen, sowie dem Gründer und ersten Präsidenten der Republik Türkei, Mustafa Kemal Atatürk. Wer es nicht lassen kann, landet ganz schnell und für bis zu 5 Jahre im Knast, da verstehen die Türken absolut keinen Spaß.

Übrigens: Es mag einem seltsam vorkommen aber Naseputzen bei Tisch, auch am Nachbartisch im Restaurant, wird von der türkischen Bevölkerung als eklig angesehen. In etwa vergleichbar mit lautem Rülpsen bei uns. Falls notwendig, sollte man dazu ein WC aufsuchen oder sich zumindeszens vom Tisch abwenden!

Als Besucher einer Moschee ist man gerne gesehen. Allerdings sollte man diese nicht in Strandkleidung/Muscle-Shirts/Spaghetti-Tops betreten. Auch eine Moschee ist ein Gotteshaus und zuviel nackte Haut ist verpönt. Männer sollten keine kurzen Hosen tragen und für die Damen ist es Vorschrift, den Kopf z.B. mit einem Tuch und die Beine mindestens bis zum Knie zu bedecken. Sinnvoll wäre für beide Geschlechter das Tragen von langen Hosen.

Wenn man z. B. mal ins Hinterland abseits der Touristenpfade fährt und nur mal nach dem Weg fragt, so kann es durchaus vorkommen, dass man zum Tee eingeladen wird. Diese Mentalität ist weit verbreitet und mag einem fremd erscheinen aber es ist in der Kultur und auch im Glauben dieser Menschen fest verankert, Fremden gegenüber höflich und gastfreundlich zu sein. Andersherum gesehen sollte man sich aber auch ein wenig der Kultur anpassen und als `reicher Tourist´ nicht unbedingt auf dicke Hose machen. Meine Oma pflegte immer zu sagen: "Wie Du kommst gegangen, so wirst Du empfangen!" Nirgendwo sonst als in der Türkei hat sich diese Weisheit mehr als bewahrheitet.
Zum Thema Müll: Die Innenstädte der Touristenzentren werden von öffentlicher Seite und auch von den Anwohnern sauber gehalten, mal mehr, mal weniger. Aber trotzdem kann jeder selbst dafür sorgen, dass Kaugummis, Zigarettenkippen/schachteln und Getränkeflaschen nicht auf dem Bordstein oder im Gebüsch landen, es gibt überall Papierkörbe, auch am Strand!
 
Wie man nun mit den vorgenannten Themen umgeht, muss jeder selbst für sich entscheiden. Man sollte aber bedenken, dass jeder Einzelne dafür sorgen kann, dass das Image als Tourist und somit Gast des Landes nicht zu sehr angekratzt wird.
 
 
Die Menschen
 
Ich habe die türkischen Menschen als ein sehr (gast-)freundliches und ehrliches Volk kennengelernt. Mancher meint vielleicht, dass diese Freundlichkeit nur dazu dient, den Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Dem ist nicht so. Sicherlich, Geld regiert die Welt aber trotzdem ist man als Gast gern gesehen, auch wenn man nicht mit den Euroscheinen wedelt. Bei meinem ersten Besuch in der Türkei war ich zuerst auch sehr misstrauisch aber das hat sich sehr schnell zum Gegenteil gewandelt. 

  

Fremdes Land, fremde Sprache?
 
Nur keine Angst, man spricht Deutsch! Und wenn nicht, kommt man mit seinem Schulenglisch weiter. Und wenn alles nichts hilft, z.B. ausserhalb der Touristenzentren, kann man sich zur Not mit Händen und Füßen verständigen. Ist zwar umständlich aber macht Spaß! Trotzdem, es kann nicht schaden, sich ein paar Worte der türkischen Sprache zu merken.
 

Einige Worte auf Türkisch:

 

Guten Morgen = günaydin  ausgesprochen günnaidin

Guten Tag, Hallo = Merhaba  Merraba

Guten Abend = iyi aksamlar   ije ahschamlar

Gute Nacht = iyi geceler   iji gedscheler

Auf Wiedersehen = allaha ismaladik    allasmaladik

Bitte = lütfen   

Danke = tesekkür ederim   teschekür edderimm

Verzeihung! = afedersiniz!

Gestern = dün

Heute = bugün

Morgen = yarin

Ja = evet

Nein = hayir

Entschuldigen Sie = Affedersiniz

Wieviel? = ne kadar?

Wo ist …. ? = ….. nerede?

Toilette = tuvalet

Links = soldan

Rechts = sagdan

Geradeaus = direk

Hier bitte anhalten = dur burasi, lütfen

Ich habe mich verlaufen = yolumu kaybettim

Ich möchte… = istiyorum

Hilfe! = imdat!

Wie bitte? = efendim?

Gut/alles klar/OK = tamam

Sehr gut (z.B. als Antwort auf die Frage, ob es geschmeckt hat) = cok güzel  tschock güsell

Prost! = sherefe   schereffe

Guten Appetit! = afiyet olsun

Zahlen, bitte = hesap, lütfen!

 

 

Ausflugsziele / Interessante Orte

 

Zu diesem Thema will ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen, das würde den Rahmen sprengen. Aber so viel sei gesagt, es ist für jeden etwas dabei: Naturschönheiten, Kunst, Kultur und Altertümer an jeder Ecke, siehe Galerie.  Auch die Unterhaltung kommt nirgendwo zu kurz. Sei es der Ausflug, Restaurantbesuch, Kneipe oder die Disco am Hafen. Weitere Tipps, Empfehlungen und ganze Reiseberichte unserer User mit vielen tollen Fotos findet Ihr zu Hauf im Forum.

 

Kleidung  

Immer wieder ein beliebtes Streit-Thema. Oft zu beobachten sind Touristen, die sich insbesondere in den Touristenregionen sehr freizügig bewegen, sprich- in Badekleidung durch die Stadt laufen. Wie bereits erwähnt, ist die Türkei ein muslimisches Land, in dem eine solche Freizügigkeit immer noch verpönt ist, insbesondere bei den älteren Einwohnern. Man möge sich mal vor Augen halten und überlegen, ob man selbst daheim in Hamburg, Frankfurt oder München im Bikini oder in Badeshorts durch die Fußgängerzone, das Hotelrestaurant oder den Supermarkt flanieren würde. Ebenfalls unüblich ist das Oben-ohne-sonnen am Strand eines muslimischen Landes. Wer es sich trotzdem nicht verkneifen kann, muss sich nicht wundern, wenn man neben gierigen Blicken auch schonmal das Klicken von Handy-Kameras der Dorfjugend oder Gelächter hört oder pausenlos von einheimischen Männern belästigt wird.
Urlaubsliebe
Alleinreisende Frauen, insbesondere ältere Damen und z.B. Witwen sind in der Türkei sehr willkommen und werden gerne von darauf spezialisierten Einheimischen hofiert. Aber Vorsicht, nicht jeder Galan meint es ernst mit seinen Liebesschwüren und hat es nur auf die Barschaft seines Opfers abgesehen. Da werden Stories aufgetischt, vom verlorenen Handy über die verschwundene Geldbörse bis hin zum kranken Onkel, der dringend eine teure Operation benötigt. Auch andere, längerfristige Taktiken werden gerne verwendet. So werden die Damen zuerst ausgeführt und verwöhnt (in jeder Beziehung…) und danach ganz nebenbei nach den Vermögensverhältnissen ausgehorcht. Das hat einzig und allein den Hintergrund, dass der Galan entweder scharf auf ein Visum zur Einreise nach Deutschland ist oder eben Geld benötigt.
Auch sind Fälle bekannt, dass Frauen mit Liebeschwüren und Eheversprechen dazu `überredet´ wurden, in ein Bauprojekt zu investieren, um dann mit dem Verehrer dort zu wohnen. Nach Überweisung der Summe, spätestens aber nach Fertigstellung des Hauses bleibt von diesem Versprechen natürlich nichts weiter als heisse Luft. Also, sobald das Thema Geld auch nur ansatzweise ins Spiel kommt, auch wenn der Galan (scheinbar!) kein Geld annehmen will, ist Alarmstufe Rot angesagt!
 
Auch die jüngeren `Frolleins´ sollten auf der Hut sein! So manche große Liebe, die im Urlaub be/geschworen wurde, stellte sich nach Urlaubsende als Luftnummer heraus. Der tränenreiche Abschied am Flughafen ist oft (nicht immer!) nur gespielt und sobald der Flieger Richtung Heimat abgehoben hat, ist der `Süße´ schon unterwegs zur nächsten grooooßen Liebe.
Diese kleinen Beispiele sollen jetzt aber nicht dazu dienen, die gesamte türkische Männerwelt als Betrüger darzustellen, es gibt einige Beispiele aus meinem persönlichem Umfeld, wo diese Geschichten einen guten Verlauf genommen haben. Trotzdem, das ist wirklich nur selten der Fall und eine gehörige Portion Vorsicht und Misstrauen ist immer geboten!
 
Weitere Informationen zu diesem Thema liefert: http://www.urlaubsliebe-tuerkei.de/ oder www.1001geschichte.de/ oder man gebe bei google mal den Begriff "Bezness" ein.
 
 
Wetter / Sonne
 
In der Haupt- und der Nebensaison ist in der Türkei bis auf ein paar winzige Ausnahmen immer tolles Wetter, auch wenn es im Sommer manchmal sehr schwül und heiss wird. Menschen mit Kreislaufbeschwerden sollten sich darauf einstellen und sich nicht lange in der prallen Sonne aufhalten. Oberstes Gebot für alle: Viel trinken! Am besten Wasser oder Tee. Alkoholische Getränke sind in der Sonne und Hitze mit Vorsicht zu geniessen.

Wie in allen Urlaubsländern, so ist auch in der Türkei die Sonnenstrahlung nicht zu unterschätzen. Die Sonneneinstrahlung ist wesentlich stärker als bei uns, ein Sonnenbrand ist ohne entsprechenden Schutz bereits nach wenigen Minuten vorprogrammiert. Das gilt auch für die `harten Kerle´! Also eincremen, eincremen und nochmals eincremen, besonders die Kinder!!! Auch eine Kopfbedeckung kann nicht schaden, es gibt nichts Schlimmeres als ein Sonnenbrand auf der Kopfhaut, von einem Sonnenstich mal ganz abgesehen. Sonnenschutzmittel sind in der Türkei relativ teuer. Zu empfehlen ist die Mitnahme von Sonnenschutzmitteln aus der Heimat, mit möglichst hohem Lichtschutzfaktor.

Wer unbedingt knackbraun werden und die Bräune auch noch lange behalten will, dem sei der Besuch eines Hamams (siehe auch weiter unten), direkt am Anfang des Urlaubs empfohlen. Dort werden alte Hautschichten entfernt, womit nach den ersten Sonnenbädern das lästige Pellen der Haut entfällt, zumindestens in den meisten Fällen. Allerdings wird die Haut dann aber auch gegen UV-Strahlung empfindlicher und sollte dann erst recht geschützt werden. Zum Schluss noch ein Tipp aus persönlicher Erfahrung: Es ist nicht unbedingt nötig, sich stundenlang in die direkte Sonne zu legen, man wird auch im Schatten braun, da die Sonneneinstrahlung durch das Wasser und den Strandsand reflektiert wird.

Wenn´s dann doch mal passiert ist:

Bei leichten Sonnenbränden helfen feuchte Umschläge mit schwarzem Tee oder Yoghurt, beides ist in der Türkei an jeder Ecke und für kleines Geld zu haben. Auch die Einnahme einer Kopfschmerztablette kann helfen. Die darin enthaltene Acetylsalicylsäure bindet nicht nur Entzündungen im Kopf, sondern auch in der Haut. Danach steht schonende Pflege auf dem Programm.

Medikamente
Medikamente sind in der Türkei meist wesentlich günstiger als in Deutschland. Die Inhaltsstoffe sind oft identisch mit den deutschen Originalen und stammen oft sogar vom gleichen Hersteller. Zu beachten sind allerdings die Zollvorschriften für die Ausfuhr. Dort ist vermerkt, dass man Medikamente nur für den Bedarf während der Reise ausführen darf. Heißt nichts anderes, als dass man tunlichst vermeiden sollte, Medikamente aller Art gleich im 20er-Gebinde mit nach Hause zu bringen, um die ganze Verwandtschaft für kleines Geld zu versorgen. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass der Zoll in Deutschland schon mal beide Augen zudrückt, wenn man 2 Päckchen Aspirin o. ä. aus der Türkei mitbringt. Das muss aber nicht die Regel sein, also lieber auf grössere Mengen verzichten.
 
Medikamente sollten auch nur in Apotheken (Eczane) gekauft werden. Vorsicht bei Straßenhändlern, die für kleines Geld Viagra, Xenical und Co. anbieten. Dabei handelt es sich um gefälschte Waren, die im günstigsten Fall völlig wirkungslos sind oder sogar gesundheitsschädlich sein können.
Bei Einfuhr von verschreibungspflichtigen Medikamenten aus Deutschland in die Türkei für den eigenen Bedarf ist es ratsam, eine Bescheinigung des verschreibenden Arztes mit sich zu führen, die die medizinische Notwendigkeit bestätigt. Egal, ob es sich um Medikamente oder medizinischen Gerät wie Spritzen oder auch Lanzetten für Diabetiker handelt. Medikamente sollten immer in mehr als ausreichender Menge (+ Reserve!) unbedingt im Handgepäck mitgeführt werden. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass mal ein Koffer den Weg ins Hotel nicht findet, so ist zumindestens die medizinische Versorgung am Urlaubsort gesichert. 
Hotels / Verpflegung
Von der einfachen Pension bis zum 5-Sterne-Haus natürlich reichlich vorhanden. Man sollte allerdings nicht so viel Wert auf die Sterne legen, weil 5 Sterne in der Türkei definitiv nicht 5 Sternen in Deutschland entsprechen. Dies führt häufig zu Missverständnissen. Ein einfacher Weg um festzustellen, wie gut oder schlecht ein Hotel ist, ist der Besuch von Webseiten der verschiedenen Hotelbewertungs-Portale. Aber auch dort sollte man nicht allzu viel Wert auf einzelne Aussagen legen, sondern das Gesamtbild aller Bewertungen eines Hotels betrachten, denn notorische Dauernörgler finden immer ein Haar in der Suppe, sogar in der eines 5-Sterne-Hotels.
In vielen Hotels ist es üblich, das Essen (auch das reichhaltige Frühstück) in Buffetform zu präsentieren. Beim Mittag- und Abendessen handelt es sich um landestypische Kost mit Suppen, viel Gemüse, Salaten, Rind- und Lammfleisch, Geflügel, Fisch. Und alles ist gut gewürzt, pikant und sehr schmackhaft. Viele grössere Hotels bieten aber auch internationale Spezialitäten wie z.B. Pizza, chinesisches oder mexikanisches Essen an. Schweinefleisch wird man bis auf ganz wenige Ausnahmen vergeblich suchen. Mich persönlich störte das bisher immer recht wenig, mein nächstes Schnitzel kann auch mal 2 Wochen warten. Ich selbst habe aus gesundheitlichen Gründen Probleme mit schwerer Kost, hatte bisher mit der landestypischen Kost noch nie Beschwerden.
 
Übrigens sind die Buffet´s immer gut gefüllt, wenn man nicht grade auf den letzten Drücker im Hotelrestaurant erscheint. Es ist also nicht nötig, sich die Teller so voll zu schaufeln, als wenn es morgen nichts mehr gibt. Niemand schimpft, wenn man sich mal einen Nachschlag holt. So kann jeder mithelfen zu vermeiden, dass Nahrungsmittel unnötigerweise im Müll landen. All Inclusive ist zwar durchaus angenehm aber m.E. kein Grund, unbedingt alles mitzunehmen, was man nur kriegen kann.
Klimaanlagen sind so gut wie in jedem Zimmer vorhanden, allerdings mit Vorsicht zu genießen. Bei zu stark aufgedrehter Klimaanlage ist eine Erkältung vorprogrammiert, besonders wenn man aus der Hitze ins Zimmer kommt und das Ding gleich voll aufdreht. Die Klimaanlagen lassen sich in vielen Hotels auch nur stundenweise einschalten, bzw. schalten sich selbst ab, wenn das Zimmer verlassen wird. Das dient nicht dazu, die Gäste zu ärgern, sondern um der Stromverschwendung vorzubeugen. Und das ist auch gut so. Ebenfalls kann es schonmal vorkommen, dass grade in älteren Hotels und besonders in den oberen Etagen der Wasserdruck mal nachlässt wenn alle gleichzeitig duschen. Kommt aber auch nur selten vor.
Strom, Wasser
Die deutschen Stecker passen in aller Regel auch in türkische Steckdosen. In der heissen Hochsaison, wenn jedermann seine Klimaanlage auf Hochtouren laufen lässt,  kann es vereinzelt zu Stromausfällen kommen, die aber nie lange anhalten. Trotzdem, eine Taschenlampe im Gepäck kann nicht schaden.
Vorsicht ist beim türkischen Leitungswasser geboten. Empfindliche Mägen reagieren schon mal verärgert darauf, insbesondere auf den hohen Chlorgehalt, welcher das Wasser auch ekelig schmecken lässt. Besser zu abgepacktem Wasser greifen,  es ist an wirklich jeder Ecke für kleines Geld und in allen Größen (0,5 Liter, 1 Liter, 5 Liter) zu haben. 
 
 
Telefon / Internet
 
Sicherlich wird fast jeder sein Handy mit in den Urlaub nehmen. Der Empfang ist in bewohnten Gebieten meist sehr gut, nur im Hinterland oder dem Gebirge kann es schonmal zu Aussetzern kommen. Handytelefonate in die Heimat sind bekannterweise nicht so billig wie daheim, auch zahlt man für Anrufe aus der Heimat. Zu den genauen Kosten befragt man am besten seinen Anbieter. Wer öfter mal Kontakt mit der Heimat aufnehmen und die Kosten im Auge behalten will, besorgt sich besser günstige Telefonkarten für die öffentlichen Telefonzellen. Die Karten sind an jedem Kiosk in allen Preisklassen zu haben.
 
Internetanschlüsse (auch WLAN) gibt es in vielen Hotels. Falls nicht, so gibt es an jeder Ecke Internet-Cafés. Aber Vorsicht bei der Eingabe von persönlichen Daten, Konto- oder Kreditkartennummern und Passwörtern!
 
Autofahren
Ein ganz besonders heikles Thema! Es gibt zwar eine Straßenverkehrsordnung, die allerdings mit Vorsicht zu genießen ist. Aber es steckt System hinter dem Chaos. Ein System namens `Keiner macht was er soll, jeder macht was er will und alle machen mit!´ Heisst, dass man z.B. die Vorfahrt nicht immer bekommt, wenn sie einem eigentlich zusteht oder dass an einer roten Ampel auch brav jeder stehenbleibt. Und auch wenn mittlerweile eine TÜV-Pflicht für türkische Fahrzeuge besteht, so fahren noch viele rollende Zeitbomben über die Strassen. Viele LKW´s werden hoffnungslos überladen, bzw. wird die Ladung nur schlecht oder gar nicht gesichert. Aber mit ein wenig Vor- und Weitsicht dürfte bei einem motorisierten Ausflug auf eigene Faust nichts passieren. Vor allem gilt aber: Finger weg vom Alkohol am Steuer. Die Strafen sind hart! Und zu guter Letzt: Nachtfahrten nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt! Nachts, insbesondere ausserhalb der Ortschaften lauern viele Gefahren in Form von unbeleuchteten Fahrzeugen aller Art, frei herumlaufenden Tieren und auf Nebenstrassen Schlaglöchern, so gross wie Mondkrater.
 
 
Mietfahrzeuge
 
Bei Anmietung von Fahrzeugen aller Art sollte man vor der ersten Tour unbedingt den Zustand der Fahrzeuge überprüfen!!! Dazu gehört eine genaue Kontrolle der Reifen (Profil und Alter), Bremsen, Lenkung, Beleuchtung, Betriebsflüssigkeiten wie Wasser und Öl, Funktion der Sicherheitsgurte, usw. Eventuelle Vorschäden wie Kratzer, Beulen und Schäden an den Scheiben unbedingt vor der ersten Fahrt in den Mietvertrag eintragen lassen, um Ärger und eventuelle Forderungen der Vermieter zu vermeiden.
 
In den touristischen Zentren gibt es sehr viele Anbieter für Mietfahrzeuge. Unbedingt Angebote vergleichen und auf Versicherungsschutz achten, sowie auf einen Mietvertrag in deutscher Sprache bestehen!
 
 
Kriminalität in der Türkei
 
Bei Türkei Reisen muss man generell nicht mit Gewaltkriminalität rechnen, das bedeutet allerdings nicht, dass das niemals vorkommt. Reisende im Türkei Urlaub sollten deshalb einsame Orte meiden und Gruppenunternehmungen den Vorzug geben. Hier ein paar Tipps, damit Sie sich vor Kriminalität schützen können.
 
Besonders in Großstädten sollte man im Türkei Urlaub auf seine Tasche und den Geldbeutel achten – denn Taschendiebe lauern überall.
In Großstädten wie Istanbul gibt es natürlich viele Taschendiebe. Überall da wo Menschenmengen sind, sollte man deshalb besonders gut auf seine Tasche und Geldbörse aufpassen, denn in den meisten Fällen sind die Diebe so schnell und geschickt, dass das Opfer gar nicht merkt, dass es bestohlen wird. Manchmal ist die Situation sogar noch brenzliger: Vor allem im Stadtteil Beyoğlu wurden vermehrt Betrugsfälle gemeldet, in denen Urlauber unter einem Vorwand in einer Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem hohen Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben.

Vorsicht vor Betrügern im Türkei Urlaub
Auch bei Zahlung mit Bank- oder Kreditkarten ist Vorsicht geboten. Manche Betrüger versuchen, unbemerkt die Bankkarte des Reisenden zu kopieren und den zugehörigen PIN-Code auszuspähen, um dann mit gefälschten Karten an Geldautomaten Geld abzuheben. Reisenden sollten deshalb ihre Bankkarte stets im Auge zu behalten und die Geheimnummer nur verdeckt einzugeben. Vorsicht auch bei der Nutzung von Bank- und Kreditkarten mit PIN-Code in Wechselstuben.

Auf Bazaren oder in manchen Fischrestaurants wird es auch manchmal versucht Touristen über den Tisch zu ziehen. Das lässt sich verhindern, indem man von Anfang an nach dem genauen Preis fragt.  Auch bei manchen Taxifahrern muss man vorsichtig sein. Grundsätzlich sollte bei Taxifahrten der Taxameter, nicht der Fahrer, den Preis bestimmen, bei längeren Fahrten ist Handeln aber durchaus erlaubt. Bei viel Gepäck wird teilweise ein Aufschlag verlangt. Besonders in Istanbul sollte man sich vorab über den ungefähren Fahrpreis informieren, damit Taxifahrten nicht ungewollt zu kostspieligen Stadtrundfahrten werden. Erkundigen Sie sich hierfür in Ihrem Hotel.

Da Sie im Türkei Urlaub sicher nicht eine Autoreparatur aufsuchen wollen – eine weitere Gefahr der „Touristen-Abzocke“, hier noch ein paar Tipps zum Straßenverkehr für Autofahrer: Der türkische Straßenverkehr, besonders in den Städten, ist sehr lebhaft und dicht. Die Regeln der Straßenverkehrsordnung werden dabei häufig schlichtweg ignoriert. Man sollte sich deshalb defensiv verhalten und nicht auf Auseinandersetzungen einlassen, da man – egal ob man sich im Recht fühlt oder nicht – mit aggressiven Reaktionen anderer Autofahrer rechnen muss.
Aufgrund von fehlender Beleuchtung sollte man Autofahrten nach Einbruch der Dunkelheit, auch auf größeren Verbindungsstraßen wegen Unfallgefahr vermeiden. Wer im Türkei Urlaub auch mal im Auto übernachten will, der sollte dazu einen bewachten Parkplatz oder Campingplatz aufsuchen. (Quelle: deutsch-Türkische-Nachrichten.de)
   
 
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
 
Als allgemeiner Grundsatz gilt, dass in der Türkei unter Strafe steht, was auch in Deutschland verboten ist. Dabei ist zu beachten, dass Vergehen, die in Deutschland als Kavalliersdelikt gelten, in der Türkei auch schon mal wesentlich härter bestraft werden.
 
Drogen
Das dürfte sich von selbst verstehen: Finger weg, bei der Ein- und Ausfuhr! Wer schon mit der kleinsten Menge erwischt wird, geht für lange Zeit in den Knast. In der Türkei werden Drogendelikte besonders hart bestraft (10 - 20 Jahre Gefängnis für Einfuhr, 6 - 12 Jahre Gefängnis für Ausfuhr). Und der türkische Knast ist wahrlich nicht zu vergleichen mit der vergleichsweise luxuriösen Unterbringung in deutschen Strafanstalten.
 
Ebenfalls hart geahndet (Gefängnisstrafe bis zu 10 Jahren) wird der Erwerb, Besitz und die Ausfuhr von "Kultur- und Naturgütern", da diese als staatliches Eigentum gelten. Bei Verstößen sind auch für Touristen mehrere Monate Untersuchungshaft und hohe Kautionszahlungen (z.Zt. ca. 9.000,- Euro) gängige Praxis, auch wenn es sich um Antiquitäten bzw. alt aussehende Gegenstände von vermeintlich geringem Wert handelt. In Einzelfällen wurden Haftstrafen verhängt. Es wird daher nachdrücklich davor gewarnt, von Händlern z.B. Antiquitäten, alte Münzen, Fossilien etc. anzukaufen oder selbst mitzunehmen. Polizei und Zollbehörden legen den Begriff “Antiquitäten” weit aus. Jeder bearbeitete Stein kann darunter fallen. Da es für Reisende praktisch unmöglich ist, selbst zu erkennen, ob ein solcher Gegenstand als Antiquität geschützt ist, sollten Reisende, die über keine entsprechende Genehmigung der zuständigen türkischen Behörden verfügen, generell Steine, Münzen, Fossilien und alt aussehende Gegenstände nicht in ihrem Reisegepäck auszuführen versuchen. Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, bei den dem türkischen Kulturministerium unterstehenden Museen und an einigen Zollstellen eine Ausfuhrgenehmigung einzuholen.
Fotografieren
In der Türkei grundsätzlich kein Problem wenn man einige Regeln beachtet. So dürfen keine militärischen Einrichtungen, Behörden o.ä. fotografiert werden. Auch beim Ablichten von Einwohnern, insbesondere auf dem Lande sollte man zurückhaltend sein, zu mindestens aber höflich nachfragen, ob man die Menschen fotografieren darf.
An Motiven mangelt es, wie man sich vorstellen kann nicht, egal ob man nun mit Oma´s Plaste-Knipser oder der teuren Digital-Kamera unterwegs ist. Für die Profis sei die Mitnahme eines Stativs empfohlen, da man dort spektakuläre Nachtaufnahmen machen kann. Filme, Speicherkarten und Akkus kann man selbstverständlich bei Bedarf auch in der Türkei kaufen, allerdings sollte man wegen der meist höheren Preise vor Ort doch genügend von zu Hause mitnehmen. Akku-Ladegerät nicht vergessen!
Einkäufe / Shopping
Ein anständiger Einkaufsbummel gehört natürlich zum Urlaub dazu wie die Sonne und das Meer! Jedoch sollte man bedenken, dass es grade auf den Bazaren und Shoppingmeilen der Touristen-Hauptstädte meist nur minderwertige Fälschungen zu kaufen gibt. Ganz besondere Vorsicht ist bei Billigparfum vom angeblichen Edelhersteller angebracht. Nicht nur, dass der Duft seltenst dem Original entspricht, er ist auch nach wenigen Minuten wieder verflogen, wenn nicht sogar nur gefärbtes Wasser in den Flacons ist. Ausserdem weiss man nicht, in welcher Hinterhofdestille das Zeug gebraut und abgefüllt wurde, Hautschäden oder dauerhafte Verfärbungen der Haut sind nicht selten!
 
Thema gefälschte Markenbekleidung: Die z.B. die vielgerühmten Lacoste-Hemden zu 10 Euro für 3 Stück können nun mal nichts taugen. Spätestens nach der ersten Wäsche taugen diese Klamotten (meistens) nur noch als Putzlappen. Selten gibt es auch qualitativ höherwertige und dementsprechend teurere Blender aber meistens ist es doch Schrott. Den Unterschied zwischen `guten´ und `schlechten´ Blendern herauszufinden ist allerdings nicht immer ganz einfach und lohnt meist den Aufwand nicht.
 
Ebenso wird die Rolex oder Breitling für 20 Euro spätestens nach 4 Wochen den Geist aufgeben oder aber die präzise Uhrzeit anzeigen, allerdings die von Timbuktu. Wenn schon Marke, dann sollte man sich die Mühe machen und nach Outlet-Stores suchen. Dort gibt es echte Markenware zum wesentlich günstigeren Preis als hierzulande. Wer sich dennoch mit Blendern, die nebenbei bemerkt als solche meilenweit zu erkennen sind, eindecken und schmücken will, sollte die Zollvorschriften beachten. Tatsache ist, dass grössere Mengen gefälschter Markenartikel, unabhängig vom Wert, durch den deutschen Zoll beschlagnahmt werden, sobald auch nur der leiseste Verdacht besteht, dass diese Artikel nicht für den Eigenbedarf, sondern zum Weiterverkauf gedacht sind. Also, 5 Lacoste-Hemden in der gleichen Farbe aber in verschiedenen Grössen sind bei einer Kontrolle direkt futsch und auf dem Weg zum Schredder. Gleiches gilt für die 3 Rolex und 6 Cartier-Uhren, die auf die 4 identischen Gucci-Handtaschen verteilt sind. Vor dem Kauf solcher Blender sollte jeder mal kurz in sich gehen und sich fragen, ob er daheim in gefälschten Markensachen rumlaufen will, weil ihm das Original zu teuer ist. Wie bereits erwähnt, erkennt man diese Blender schon von weitem und man macht sich damit eher zum Affen, als dass man beim Nachbarn den Eindruck erweckt, man könne sich teure Markenbekleidung, Edeluhren oder Designerhandtaschen leisten. Soweit meine ganz persönliche Meinung aber bestimmt nicht ganz unwahr.
 
Vielen ein Dorn im Auge ist die `Anmache´ der Verkäufer. Selbige stehen meist auf dem Bazar oder vor den Geschäften und versuchen, die Touristen mit unschlagbaren Argumenten und Sonderangeboten („Superbilligsonderangebot, nur für Dich, mein Freund!“) in die Geschäfte zu locken. Aber Vorsicht, hier ist jeder der gute Freund. Die Angebote der einzelnen Läden unterscheiden sich im Wesentlichen kaum aber trotzdem kann es nicht schaden, die einzelnen Angebote zu vergleichen. So kann das gewünschte T-Shirt auf dem Bazar / Innenstadt 10 Euro kosten, in der Nebenstrasse aber nur 5 Euro. Im Übrigen ist das Handeln und Feilschen um den Preis eine Pflichtübung und ein grosser Spass für den geneigten Käufer. Die Verkäufer haben sowieso den Preis so hoch angesetzt weil sie damit rechnen, dass der Kunde, in diesem Falle der Tourist feilscht wie ein Araber auf dem Kamelmarkt.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass 30-40% auf den zuerst geforderten Preis immer drin sind. Sollte es mal nicht funktionieren, kann man unter sanfter Androhung, das Geschäft in Richtung der Konkurrenz (meist nur eine Türe weiter…) zu verlassen, doch meist sein Ziel erreichen. Vor allem gilt aber: freundlich verhandeln, nicht dreist! Und natürlich sollte man auf dem Boden der Tatsachen bleiben, kein Verkäufer hat etwas zu verschenken. Die Verdienstspanne ist sowieso schon nicht gross, ausserdem ist es meistens nur ein Saisongeschäft, da die meisten Geschäfte über den Winter schliessen und man mit dem Verdienst aus der Saison über den Winter kommen muss. Also, leben und leben lassen.
Nicht feilschen sollte man übrigens in Restaurants oder Fachgeschäften wie z.B. Apotheken oder Supermärkten. Auch nicht in den vielen, etwas höherwertigen Fach-Boutiquen und Schmuckgeschäften. Dort kann man mit einem vorgetäuschten Zögern den Verkäufer vielleicht zu einem kleinen Rabatt bewegen. In Geschäften, z.B. dem Kiosk mit deklarierten Festpreisen an der Ware macht Feilschen überhaupt keinen Sinn.
 
Ein ganz wichtiger Tipp: Beim Flanieren vorbei an den gefühlt 3 Millionen Geschäften, egal ob T-Shirts, Leder oder Schmuck niemals, ich betone NIEMALS echtes Interesse zeigen oder - noch schlimmer - mit dem Finger auf etwas zeigen! ("Du, Schatzi, schau mal...") Sofort taucht wie aus dem Nichts ein Verkäufer auf und will Euch in den Laden komplimentieren: "Special Price, only for you, my friend!" Und die Jungs sind geschickt! Wenn man also kein wirkliches Interesse hat, hart bleiben und Nein sagen. Oder vorschieben, dass man in den nächsten Tagen noch mal reinschaut.
 
Zum Thema Qualität der Ware: Es wird nicht nur Ramsch zum Kauf angeboten. Beliebte Souvenirs und Shoppingobjekte sind Lederwaren, Schmuck aus Gold und Silber, Keramikwaren und Gewürze und allerlei andere schöne Sachen. Die Auswahl ist gigantisch! Aber auch hier gilt: Preise und Qualität vergleichen und nicht gleich alles am ersten Urlaubstag kaufen! Wie ich aus schmerzlicher Erfahrung weiss, entdeckt man am Tag nach dem jeweiligen Kauf immer etwas noch schöneres und der Koffer hat keine unbegrenzte Kapazität!
Wer dem Shoppingwahn allerdings nicht frönen will, sollte wenn er sich durch das ewige „Yes please, come in, my friend!“ gestört fühlt, mit einem freundlichen „Nein, Danke!“ einfach weitergehen. Die Anmache mag zwar lästig sein aber man sollte auch die Verkäufer verstehen, die davon leben müssen und sich stellenweise hoch verschuldet haben. Trotzdem gilt: Auch wenn´s nervt, immer freundlich bleiben!
Ganz wichtig: Bei Käufen von höherwertigen Gegenständen wie z. B. Schmuck, Leder, Teppiche oder kunsthandwerkliche Gegenstände, etc. unbedingt eine Quittung geben lassen und natürlich aufbewahren, damit es beim Zoll in Deutschland keinen Ärger gibt. Die Freimenge für mitgebrachte Waren aus der Türkei liegt zur Zeit bei 430 Euro pro erwachsener Person, bei Kindern unter 15 Jahren 175 Euro. Nähere Informationen gibt’s bei http://www.zoll.de/faq/reiseverkehr/index.html Dort findet man auch Informationen, was man nicht mit nach Deutschland bringen sollte.
 
Geld
Grundsätzlich kann man in der Türkei mit Euro zahlen, zu mindestens aber in den Touristen-Gegenden. Es empfiehlt sich aber immer ein paar Lira in der Tasche zu haben, z.B. für den Dolmus oder das kleine Getränk zwischendurch. Meist bekommt man auch bessere Preise, wenn man in Lira bezahlt. Am Rande sei noch erwähnt, dass es absolut keinen Sinn hat, Geld bereits in Deutschland zu tauschen. Deutsche Banken haben meistens und sowieso keine türkische Lira vorrätig und wenn doch, ist der Kurs mehr als schlecht.
 
In der Türkei die hartverdienten Euros in türkische Lira umzutauschen ist kein Problem, Wechselstuben und Banken gibt es an jedem Urlaubsort reichlich. Man sollte nur nie direkt am Flughafen, an Raststätten in der Nähe des Flughafens oder im Hotel Geld umtauschen, die Kurse sind grottenschlecht !!! Grössere Summen sollte man auch nicht auf einen Schlag umtauschen, das die Wechselkurse oft starken Schwankungen unterliegen.
Kleiner Tipp aus eigener Erfahrung: Bei Geldumtausch in Wechselstuben ist es wichtig, den ausgezahlten Betrag sofort mit dem draussen angeschlagenen Wechselkurs zu vergleichen und das Geld noch vor Ort nachzuzählen! Quittung nicht vergessen! Wechselstuben nehmen meistens keine Gebühr, das steht aber auch draussen angeschlagen. Falls doch, sucht Euch eine andere Wechselstube, davon gibt es zu mindestens in jeder Stadt reichlich. Beim Umtausch grösserer Summen (wenn wirklich nötig) empfiehlt es sich, die Wechselkurse der einzelnen Wechselstuben oder Banken zu vergleichen, so kann man den einen oder anderen Euro sparen. Weiterhin empfehle ich, keine `krummen´ Summen umzutauschen, besser 20€, 50€, 100€ oder ähnlich `glatte´ Summen.  Wenn man mit 56,38€ am Tresen steht und sie umtauschen will, kann es vorkommen, dass der gute Mann am Schalter sich mal `verrechnet´, natürlich ohne den lieben Leuten jetzt böse Absicht unterstellen zu wollen. Geldautomaten sind ebenfalls reichlich vorhanden, entweder bei den Banken selbst oder auch schon mal freistehend in der Stadt. Natürlich sollte man die von daheim gewohnte Vorsicht bei der PIN-Eingabe walten lassen. Die Gebühren für Barabhebungen an diesen Automaten erfährt man bei seiner jeweiligen Heimatbank. Einen sehr nützlichen Infopass zum Ausdrucken mit allen wichtigen Infos und Tel.-Nummern bei verlorenen oder gestohlenen Kreditkarten oder Handys gibt es HIER
 
Noch ein Tipp: Oft wird man angesprochen, ob man Euro-Münzen gegen Scheine tauschen kann. Kann man. Aber man sollte sich die Münzen vorher gut anschauen, denn es kann vorkommen, dass sich zwischen den Euro-Münzen auch schon mal die eine oder andere Lira-Münze eingeschmuggelt hat. Die Lira-Münzen sehen (noch) den Euro-Münzen stellenweise zum Verwechseln ähnlich, haben aber nur ca. den halben Wert. Aber auch hier will ich niemanden böse Absichten unterstellen.
 
 
Trinkgeld
 
Selbstverständlich auch in der Türkei gern gesehen. Im Restaurant sind bei Zufriedenheit 10% angemessen, auch der Barbier, der Taxifahrer und sonstige Dienstleister freuen sich über ein kleines monetäres Dankeschön. Vor allen Dingen sollte man nicht die Zimmermädchen im Hotel vergessen! Alle paar Tage mal ein kleines oder auch grösseres Scheinchen in die Hand gedrückt oder auf das zerwühlte Kopfkissen gelegt, erfreut das diese guten Geister ungemein und sie belohnen den spendablen Gast auch schonmal mit blumenverzierten Betten und kunstvoll gefalteten Handtüchern und Laken. Auch gute Markenschokolade oder Pralinen (ohne Alkohol!), aus der Heimat importiert, erfreut diese überaus fleissigen Damen sehr. Auch hier gilt: Leben und leben lassen! Der Winter ohne die Touristen ist lang und der Lohn auch nicht grade üppig.
Übrigens: In den Hotels stehen oft sogenannte Tip-Boxen, wo der geneigte Gast sein Trinkgeld einwerfen kann. Angeblich wird der Inhalt gleichmäßig unter allen Angestellten/Kellnern aufgeteilt, allerdings ist das nicht in jedem Hotel so und der Boss bekommt das Meiste. Wer also mit dem Service zufrieden war, sollte seinem `Dienstleister´ das Trinkgeld persönlich und wenn möglich, unauffällig in die Hand drücken, damit der Kollege nicht neidisch und der Chef nicht böse wird.
 
 
Dolmus und andere Fortbewegungsmittel
 
Der Dolmus (sprich Dollmusch) ist eine prima Sache, wenn es darum geht, sich für kleines Geld fortzubewegen. Ein Dolmus ist eine Art Sammeltaxi in Form eines bis zu 20-sitzigen Transporters oder Kleinbus. Entweder man steigt an den Dolmus-Stationen in fast jeder Ortschaft ein oder man stellt sich einfach an die Strasse und bekundet durch einfaches Handheben den Wunsch zur Mitfahrt. Die Fahrziele stehen gross und breit vorne in der Windschutzscheibe. Festgelegte Fahrzeiten gibt es kaum, beliebte Ziele werden stellenweise im 5 bis 10-Minuten-Takt bedient. Die Fahrpreise sind mehr als günstig, man kann z.B. innerhalb der Ortschaften für 1-2 Lira von einem Ende der Stadt zum anderen fahren. Desweiteren gibt es für kürzere Strecken den Stadtbus, der im Prinzip ähnlich wie der Dolmus funktioniert und für  längere Strecken den Überlandbus, den man zu ebenfalls günstigen Preisen benutzen kann. Diese Busse fahren meistens von speziell dafür vorgesehenen Busbahnhöfen in jeder Stadt oder von gekennzeichneten Haltestellen auf der jeweiligen Strecke.
Eine Alternative ist natürlich auch das Taxi, welches ebenfalls an jeder Ecke zu finden ist. Alle Taxis haben Taxameter oder auch Festpreise, die unter deutschem Niveau liegen. Aber Achtung, nachts ab 24 Uhr werden die Preise um 100% höher. Bei der Fahrt und wenn kein Festpreis ausgemacht ist, darauf achten, dass das Taxameter eingeschaltet und die richtige Tageszeit eingestellt ist: Günduz = Tagtarif, Gece = Nachttarif.
 
Eine weitere Möglichkeit der Fortbewegung sind Motorroller und –räder, die man günstig mieten kann. Es besteht zwar keine Helmpflicht, jedoch ist die Benutzung eines Helmes dringendst anzuraten, auch wenn es noch so heiss draussen ist. Diese motorisierten Zweiräder haben meist mehr Dampf als die Hiesigen. Man sollte zumindestens etwas Erfahrung mitbringen, bevor man sich auf so einen Feuerstuhl setzt und durch die Stadt oder in die Prärie fährt. Die Tageszeitungen sind täglich voll von Unfallmeldungen mit Verletzten und Toten, darunter sehr viele Urlauber.
 
Bleibt noch das Fahrrad, welches ich persönlich wegen der Fahrweise so mancher Autofahrer nicht benutzen würde. Fahrräder sind im türkischen Verkehr auch seltenst zu beobachten, aus gutem Grund. Allerdings kann man mit gemieteten Mountainbikes schöne Touren durch abgelegene Felder und Wälder machen. Für alle Fortbewegungsmittel gilt unbedingt: Finger weg vom Alkohol!
 
 
Hamam
 
Ein Hamam (ausgesprochen Hammām) ist ein Dampfbad, das man sehr oft in der Türkei findet und das ein wichtiger Bestandteil der islamischen Bade- und Körperkultur ist. Es ist auch unter dem Namen „Türkisches Bad“ bekannt. Dabei handelt es sich um einen Raum, welcher meist aus Marmor mit einer kreisrunden Liegefläche in der Mitte des Raumes, dem Nabelstein, besteht. Öffentliche Hamams werden nach Geschlechtern getrennt genutzt: Es sind entweder separate Räumlichkeiten vorhanden oder die Nutzungszeiten für Frauen und Männer sind verschieden. In Hotelanlagen kann das Hamam meist auch gemeinsam besucht werden. Der Besucher legt ein spezielles Handtuch (Peştemal) als Lendenschurz an. An den Wänden befinden sich Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser, mit dem man sich entweder selbst regelmäßig übergießt, oder man lässt sich von einem Tellak (Bademeister und Masseur) waschen. Oft werden gegen Aufpreis auch Massagen und Peelings angeboten. Ein Peeling reinigt die Haut durch Reiben mit der sogenannten Kese, einem rauhen Handschuh aus Wildseide oder Ziegenhaar.
Neben dem Reinigen und Schwitzen wird in den Hamams auch viel für die Schönheitspflege getan. Die Männer nutzen die entspannte Atmosphäre, um sich zu rasieren, die Frauen epilieren sich den gesamten Körper (im Islam ist die Entfernung der Achsel- und Schamhaare Pflicht) oder färben sich die Haare.
Nach dem Besuch des warmen Dampfbads folgt eine Phase der Erholung und Entspannung in einem kühleren Raum. Danach fühlt man sich wie neugeboren! Man sollte sich direkt am Anfang des Urlaubs einen Besuch im Hamam gönnen. Die Haut wird tiefengereinigt und die angestrebte Urlaubsbräune wird intensiver und hält länger an.
 
 
Ramadan
Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt in diesem Jahr (2009) bereits im August, also während der Hochsaison. Der erste Fastentag ist der 21. August. Der Fastenmonat endet am 20. September mit dem dreitägigen Ramadan-Bayram (Zuckerfest). Während des Ramadan fasten die Gläubigen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang und essen erst wieder beim abendlichen Iftaryemek. Bis in die Morgenstunden, also bis zum Sonnenaufgang, darf reichhaltig gegessen und getrunken werden. Gebetet wird während des Ramadans fünfmal am Tag. Für den Tourismus bedeutet der Fastenmonat in diesem Jahr ein frühes Ende der Sommersaison, weil viele Touristen ihren Urlaub nicht während der Fastenzeit in der Türkei verbringen wollen. Der Ramadan beginnt von Jahr zu Jahr um zehn Tage früher und fällt nun für einige Jahre in die Hauptsaison. Einige alternative Hotels sind jedoch auf den Fastenmonat eingestellt und erwarten auch einheimische Touristen, die ihre Fastentage in Hotels verbringen werden. Mit reichhaltigen Morgenbüffets und Abendessen zur Iftarzeit wird in diesen Hotels auf die gläubigen Fastenden Rücksicht genommen.
 
Aber keine Angst, entgegen der ländläufigen Meinung, dass während des Ramadans alle gläubigen Türken miesgelaunt und muffelig sind, habe ich zumindestens in den Touristenzentren kaum Unterschiede zum Rest des Jahres festgestellt. Man sollte jedoch während des Ramadans vermeiden, den Gläubigen, bzw. denen, die den Ramadan praktizieren, Speisen, Getränke oder Zigaretten anzubieten, frei nach dem Motto: Und führe uns nicht in Versuchung...
 
Wertsachen
Die Kriminalitätsrate in der Türkei ist wesentlich geringer als in Deutschland. Trotzdem gilt, dass man wie überall auf der Welt auf seine Sachen immer ein Auge halten sollte. Wertsachen, die man z.B. für einen Ausflug oder den Bummel in die Stadt nicht braucht, sollte man alleine schon aus versicherungstechnischen Gründen im Hotelsafe lassen, genauso wie nicht benötigte Kreditkarten oder Bargeld.
Touren/Ausflüge
Wer nicht auf eigene Faust losziehen will, hat reichliche Möglichkeiten, Ausflüge oder Touren bei Veranstaltern zu buchen. Hier gilt ebenfalls: Preise vergleichen! Touren, die direkt im Hotel oder vom eigentlichen Reiseveranstalter angeboten werden, sind in der Regel teurer als bei Veranstaltern, die in der Stadt reichlich zu finden sind. Und immer den genauen Verlauf der Tour prüfen! Nicht selten wird man vor dem eigentlichen Ziel der Tour mal eben in die eine oder andere Leder-, Teppich- oder Schmuckfabrik gekarrt. Ausserdem ist zu beachten, ob eine Tour auch unter Versicherungsschutz steht.
 
Bei den angebotenen Ausflügen mit Werksbesichtigung und Kaufgelegenheiten sollten sich Reisende vorher erkundigen, wie lange diese Besuche dauern. Es besteht kein Kaufzwang. Gegen die mögliche Ausübung von Druck durch Mitarbeiter der Unternehmen oder Reiseleiter sollten sich Reisende verwahren und ggf. später auch bei den Reiseveranstaltern beschweren. Die meisten angefahrenen Fabriken sind nichts anderes als gut getarnte Verkaufshöhlen mit viel Schnickschnack und ein paar angeblichen Arbeitern für die Optik. Diese Fabriken oder Lagerverkäufe haben mit deutschen Farikverkäufen oder Outletstores absolut nichts zu tun! Wenn schon Vergleich, dann eher mit den berühmt-berüchtigten Rentner-Abzock-Kaffefahrten, wo ahnungslosen Kunden unter wildesten Versprechungen, bei guter Bewirtung und geschickt eingefädelten Verkaufsshows Waren angedreht werden. Nicht selten kommt es vor, dass man das angebliche Leder-, Schmuck- oder Teppichschnäppchen am nächsten Tag und am eigentlichen Urlaubsort viel günstiger entdeckt.
 
Bei angebotenen Jeepsafaris sollten Anbieterfirmen und technischer Zustand der Fahrzeuge kritisch geprüft werden, vor allem wenn die Reiseveranstalter keine Gewähr übernehmen. Die Jeeps sollten nur Personen fahren, die über Erfahrung mit derartigen Fahrzeugtypen und Fahren auf Off-Road-Strecken verfügen.
 
 
Tourist-Info
 
In jedem grösseren Ort gibt es mindestens eine öffentliche Tourist-Info. Dort erhält man kostenlos oder eventuell gegen eine kleine Gebühr Infomaterial, Stadtpläne und Karten der näheren Umgebung. Dem ortsunkundigen Urlauber sei ein Besuch der Tourist-Info sehr empfohlen. Man spricht dort auch (logischerweise) mehrere Sprachen und ist auch mit Tipps nicht sparsam, welche nicht im Reiseführer stehen. Auch hilft man gerne bei Problemen mit Busfahrplänen und Fragen wegen z.B. lohnender Ausflugsziele. Auch bei allen anderen Wehwehchen steht man dem Hilfe suchenden Urlauber dort mit Rat und Tat gerne zur Seite.
Getränke
In der Türkei gibt es alles das, was der deutsche Gaumen, Magen und auch die Leber von daheim gewöhnt sind. Einheimische Getränke sind sehr günstig, insbesondere Mineralwasser und Tee als guter Durstlöscher. Was den Alkohol angeht so sollte man die Horrormeldungen von gepanschten Spirituosen nicht überbewerten. Nach den Vorkommnissen der letzten Zeit wird strengstens kontrolliert. Was schon mal passieren kann, ist dass man in Hotels mit Wasser verdünnte Cocktails bekommt. Zu verdanken ist das wohl den Leuten, die beim All-Inclusive-Aufenthalt den Hals nicht voll bekommen können und der Hotelbesitzer sonst nicht kostendeckend arbeiten könnte, da knappste Kalkulation. Nicht so toll aber nachvollziehbar. (Meine persönliche Meinung!)
 
 
Babynahrung / Windeln
 
Beides ist natürlich auch in der Türkei zu haben, entweder in der Apotheke (Eczane) oder im Supermarkt. Verfügbar sind einheimische sowie importierte Produkte, wobei letztere natürlich ewtas teurer sind. Beim Anrühren von z.B. Milchpulver kein Leitungswasser sondern (Mineral-)Wasser aus der Flasche verwenden!
Restaurants
Gibt´s von teuer und edel bis hin zu günstig und trotzdem gut. In den Touristen-Zentren wird preislich auch schon mal zugelangt, quasi genau wie bei uns daheim. Je weiter man sich allerdings von den Fressmeilen in den Innenstädten entfernt, umso günstiger wird es meistens, allerdings nicht unbedingt schlechter. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man in den Nebenstrassen durchaus genauso gut essen und trinken kann wie Innerorts. Zu erwähnen sei noch, dass man auf jeden Fall auf der Speisekarte prüfen sollte, ob die Preise korrekt in Euro und/oder TL angegeben sind. Das ist eigentlich Vorschrift, wird aber gerne schon mal `vergessen´.
 
Bettler / Straßenkinder
Eine ganz fatale Sache. Eigentlich verboten aber es kommt immer wieder mal vor, dass man von kleinen Kindern eine Blume oder Kette angeboten bekommt, scheinbar als Geschenk. Wenn man dann aber das vermeintliche Geschenk annimmt, wird man umgehend zur Herausgabe eines Almosens genötigt. Wenn man sich weigert, geht meistens sofort das Gezeter los und nicht selten kommen noch erwachsene Familienmitglieder dazu, die nebenbei bemerkt, die Kinder vom Schulbesuch fernhalten und stattdessen zum Geldverdienen zwingen. Die Kinder wirken nicht nur arm - sie sind arm, in jeder Beziehung! Wie man damit umgeht, bleibt jedem selbst überlassen. Ich empfehle jedoch dringendst, solche Betteleien zu ignorieren, auch wenn´s schwerfällt. So kann jeder dazu beizutragen, dass diesem vorsätzlichen Diebstahl der Kindheit die Grundlage entzogen wird.
 
Nebenbei bemerkt ist der `Geschäftskontakt´ mit solchen Kindern mit einer satten Strafe belegt (siehe Foto).
Ebenso sollte man sich vor selbsternannten Reiseführern in Acht nehmen. Diese arbeiten meistens ohne Genehmigung/Lizenz und versuchen, ahnungslose Touristen abzuzocken.
 
 
Ärzte / Krankenhäuser / Apotheken
In den Touristen-Zentren gibt es meistens deutschsprachige Ärzte und genügend staatliche und private Krankenhäuser. Zu empfehlen ist unbedingt eine Auslands-Krankenversicherung um keine bösen Überraschungen zu erleben. Apotheken (Eczane) gibt es an jeder Ecke.
Notrufnummern:
110 Feuer
112 Notruf
115 Telefonvermittlung Ausland, für R-Gespräche
118 Auskunft
153 Polizei
 
Deutsche Botschaft in Ankara
Telefon innerhalb der Türkei:
(0312) 4555-100 (Zentrale 24 Std. besetzt)
(0312) 4555-330 (Rechts- und Konsularreferat/Visastelle)
 
Deutsches Konsulat in Antalya
Telefon innerhalb der Türkei:(0232) 4 88 88 88
 
Für Anrufe aus Deutschland gilt die internationale Vorwahl Türkei 0090, dann die erste Null der Vorwahl (s.o., in Klammern) weglassen.
 
 
Reisemitbringsel aus der Türkei
 
Tabakwaren, wenn der Einführer mindestens 17 Jahre alt ist:

200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Rauchtabak oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren.


Alkohol und alkoholhaltige Getränke, wenn der Einführer mindestens 17 Jahre alt ist:

1 Liter Spirituosen mit einem Alkoholgehalt von mehr als 22 Volumprozent oder unvergällter Ethylalkohol mit einem Alkoholgehalt von 80 Volumprozent oder mehr oder 2 Liter Alkohol und alkoholische Getränke mit einem Alkoholgehalt von höchstens 22 Volumprozent oder eine anteilige Zusammenstellung dieser Waren und 4 Liter nicht schäumende Weine und 16 Liter Bier.

Weitere Bestimmungen / Quelle: Deutscher Zoll

 

Der Rückflug 

Vor dem Rückflug sollte man sich kleine Snacks und Getränke unbedingt aus dem Hotel oder vom Kiosk mitnehmen. Die Preise dafür am Flughafen sind völlig absurd und meiner Meinung nach pure Abzocke! Ein kleines Menu mit Getränk bei einer Burger-Schmiede, bekannt aus Funk und Fernsehen, kostet mal eben bis zu 30 Euro!
 

 
Wir hoffen, dass diese Tipps und Empfehlungen einigermaßen hilfreich sind. Für weitere Frage stehen wir, soweit möglich, gerne zur Verfügung.